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Under Water (The Coral Queen)

Der dritte Titel ist “Under Water”. Im Original Trance mit schöner Akkordfolge, leichter Anmutung von “unter Wasser”, eher geradem Rhythmus ohne Schnörkelei. Das Hauptaugenmerk ist die Blubberszene, die sich durch die Oktaven hochhängelt wie ein Taucher auf den Weg zur Oberfläche. Hier das Original:

Ähnlich wie bei den meisten Titeln: ich war gespannt, wie die erste KI-Version klingen mag. Und es war nicht zum Aushalten. Trotzdem sie ist Ausgangspunkt für weitere Überlegungen.

Nachdem ich bei Delay gute Erfahrungen mit einem Liedtext und Gesang machte, stand auch hier fest: es soll ein Gesang geben. Und den gab es für “Under Water” nie. Was könnte der Songinhalt werden? Das Thema sollte irgendwie mit der Wasserwelt zu tun haben. Lässt man die Pflanzenwelt besingen? Irgendeine Tierwelt? Irgendein Phänomen? Ein Erlebnis? Irgendwie reizte mich die Idee eines Konfliktes.

Es gab die böse Korallenkönigin und die mutige Mehrjungfrau. Und die Korallenkönigin war Ursache für Strudel und Strömungen. Sie tyrannisierte das Meer. Zu kitschig? Vielleicht. Aber mir gefiel erst einmal die Idee. Und so reifte der Text immer weiter.

Allerdings gefielen mir die Umsetzung nicht so ganz: egal, wie der Titel begonnen hat, am Ende wurde ein gerade Dance-Titel daraus. Und dann verlor er an Dynamik und klang nach Einheitsbreit ohne Akzente. Ich hörte es an – und fragte mich: wann ist sie endlich fertig?

Der gerade Beat musste weg. Ich spielte mit den Parametern Style Influence und Audio Influence. Damit kann man einstellen, wieviel er von der hochgeladenen Datei ins Ergebnis einfließen lassen soll. Bei 10% war der Rythmus weg, aber auch die Bubble-Melodie und die Harmonien.

Am Ende half nur eins: Ich habe meine Audio-Datei geschitten – und alle Abschnitte mit geradem Rythmus entfernt. Damit gibt es keine wirkliche Schlagzeugspur mehr, die er heranziehen kann. Und diese Idee klappte sehr gut. Und nun konnte ich den Rythmus mit dem Style-Feld beschreiben.

Dann stellte ich den Textentwurf mehrfach in Frage – und begab mich in einen konspirativen Dialog mit Chatgpt. Im Entwurf ging ging die mutige Mehrjungfrau drauf – das wäre doch irgendwie komisch. Also stolperte die Korallenkönigin. Doch was passiert mit der Korallenkrone? Sie warf sie achtlos weg? Nein, sie nahm sie noch mal in die Hand – und ließ sie bewusst in den Tiefen untergehen. Damit wird es auch ein kleines bisschen politisch.

Und obwohl es zuvor mit insgesamt 9 4er-Blöcken eher langatmig klang, wurden durch diese Anpassungen und Ausschmückungen plötzlich 16 4er-Blöcke. Inhaltlich gut gegliedert und eine aufbauende Dramaturgie. Aber doppelt so lange? Kann das gut gehen? Ich glaubte daran. Und die Versionen wurden besser. Am Ende passte ich noch den Text so an, dass jeder der Blöcke mit “Under Water” endete.

Und damit erzielte ich Ergebnisse, die ich recht gut fand. Aber auch bei diesen Versionen gelang nicht jede Version, gerade durch die Länge des Liedes mit über 6 Minuten. Am Ende flog bei einigen auch die Bubble-Szene raus.

Was ich damit aufzeigen will: auch wenn die Musik am Ende nur “generiert” wurde, aber man muss sich trotzdem Gedanken machen, was und wie ein solcher Titel darstellen soll.

Das Ergebnis finde ich sehr dynamisch:

[Verse 1]
Beneath the glass of a silent sea,
where no horizon dares to breathe,
The Coral Queen wears a coral crown,
ruling every hidden tide.

She smiles when the waters twist,
fingers drawing circles in the deep.
Without a warning, without a sign,
the ocean folds into itself.

Whirlpools bloom like dark flowers,
ships disappear without a cry.
She laughs as echoes fade away,
calling chaos her favorite game.

Every current knows her name,
every storm obeys her whisper.
She dances where the pressure breaks…
…under water.

[Instrumental]

[Verse 2]
Far below the broken waves,
a smaller voice refuses silence.
A young mermaid with restless eyes
has seen enough of borrowed tears.

“You call this power…” she whispers.
“I call it empty.”
“The sea was never yours alone.”
“The sea belongs to every soul.”

The water answers with a growl.
She only laughs out loud.
The Coral Queen just grins, amused,
refusing every doubt.

Her eyes alive with cruel delight,
she lifts her hand to shape the tide.
A silent vortex starts calling…
…under water.

[Instrumental]

[Verse 3]

The sea begins to spiral wide,
a giant eye beneath the waves.
It feeds upon the darkest fears,
the trap the Coral Queen has made.

The little mermaid swims ahead,
straight into the turning tide.
She does not fear the raging storm;
she looks the Queen straight in the eyes.

The Coral Queen begins to laugh,
believing she has already won.
She never sees the tide has changed,
until the whirlpool comes undone.

Her coral throne begins to fall.
She reaches for the fading crown.
The trap she made for everyone
pulls her under water.

[Instrumental]

[Verse 4]
Down she falls through endless circles,
lost inside the storm she made.
The ocean claims its queen at last,
where all her stolen power fades.

The little mermaid holds the crown,
its weight still shining in her hands.
She lets it fall into the deep,
returning it to shifting sands.

“No queen shall rule these waters.
No fear shall own the sea.
The tides belong to every soul,
forever wild and free.”

Now every wave can choose its path.
No voice commands the endless blue.
The sea belongs to no one…
…forever under water.
…forever under water.

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